Wuthering Heights heißt der Gutshof, der vom Sturm umtobt und vom Moor umgeben auf einer Anhöhe in der englischen Grafschaft Yorkshire liegt.

So stürmisch und düster wie die Natur dieser Gegend ist auch die Geschichte, die sich daran entspinnt, daß Earnshaw, der Besitzer des Gutes, von einer Reise nach Liverpool das Findelkind Heathcliff mit in die Familie bringt. Obwohl Catherine, Earnshaws Tochter, ihren Adoptivbruder liebt, weist sie ihn nach dem Tod ihres Vaters harsch zurück und löst damit eine Familien- und Liebesgeschichte aus, die noch Generationen später die Bewohner des nahegelegenen Ortes Gimmerton erschauern läßt.

Dieser einzige Roman von Emily Brontë ist für mich ein Lieblingsbuch, weil die Autorin es meisterhaft vermag, dem Leser die Abgründe der menschlichen Natur nahezubringen, denn vom abgrundtiefen Haß über die aufopfernde bis zur selbstzerstörerischen Liebe durchleben ihre Figuren –- und der Leser mit ihnen -- alle Schattierungen menschlicher Gefühle. Obwohl sein Erscheinen mehr als 150 Jahre zurück liegt, gelingt es der Autorin auf Grund ihrer intensiven Schilderung der fast dämonische Geschehnisse auch heute noch, dem Leser ein schaurig-fesselndes Leseerlebnis zu bescheren. --Cornelia Rediger